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Tümpelfutter- und Artemiasiebe Zur Zierfischzucht kam
ich, als ich ein Pärchen Killifische erhielt. Es waren "nur" Gardneris, aber zu
der Zeit, für mich einer der schönsten Fische. Bis dahin war der Fang von
Lebendfutter nicht zwingend notwendig gewesen, hatte ich mich doch nur mit
Lebendgebärenden befasst. Ganz anders die Killis. Da ich nur Ein Paar hatte, fehlte der "Futterneid". Sie guckten nur, wenn es Flockenfutter gab. Aber es war wenigstens so interessant, dass sie es, wenn es zu Boden sank, begleiteten, bis es auf dem Boden lag. Aber dann war es uninteressant .Ein Züchter erklärte mir dann : Die fressen nur Lebendfutter. Also kaufte ich Tubifex, bis es für meine Geldbörse zu anstrengend wurde. Außerdem war kein anderes Futter käuflich zu erwerben. Auf Dauer war die Ernährung zu einseitig. Also besorgte ich mir einen Kescher und ging tümpeln. Es klappte wunderbar. Die Fische laichten, der Laich wurde "tabakfeucht" in einer Plastiktüte aufbewahrt und nach ca. 4 Wochen aufgegossen. Die Jungen schlüpften dann auch und ich hatte wieder ein Problem. Wie ernähre ich junge Killis ? So kam ich zu Artemia. Diese kleinen Krebschen waren das ideale Futter. Außerdem konnte ich mit dem Artemiasieb auch Tümpelfutter sieben. So bekamen die kleinen Killis auch anderes Lebendfutter als immer "nur" Artemia. Nach und nach wurde die Zuchtanlage immer größer. Ich hatte mittlerweile über dreißig Arten Killis schwimmen und dementsprechend Jungfische in allen Größen. Da reichten die käuflichen Artemiasiebe nicht mehr. Nach vielen Versuchen mit verschiedenen Gardinenstoffen Siebe zu bauen, bekam ich von professionellen Züchtern, eine Firma genannt, bei der ich Kunststoffgaze verschiedener Siebstärken kaufen konnte. Erstmal musste ich schlucken, als ich die Preise erfuhr. Je feiner die Gaze, desto teurer war sie. Die Feinste Gaze, die benötigt wurde, hatte eine Maschenweite von 50 mü, also 0,05 mm und ein m² kostete 136,- DM plus MwST. Es wurden jetzt erst einmal Erkundigungen eingezogen und Bücher gewälzt, wie groß unser einheimisches "Tümpelfutter" eigentlich ist. Dementsprechend musste dann die Gaze bestellt werden. Bei den Artemien war es
einfach, dort standen die Größen auf der Dose. Die großen Artemien z.B. von
Sanders hatten frischgeschlüpft eine Größe von ca.240 mü - 0,02mm Gaze - 200 mü
war hier angebracht. Die kleinen Artemien von Argent, mit denen man auch kleine
Neon anfüttern konnte, benötigten eine kleinere Gaze von 150 mü.
Größen der am häufigsten vorkommenden Futtertiere:
Die Tümpelsiebe werden in 100 und 150 mm Durchmesser gebaut in folgenden Siebstärken. 50 mü Futter für allerkleinste Jungfische, z.B. Glasbarsche 150 mü Futter für z.B. junge Neonsalmler 200 mü Futter für junge Salmler, Barben, Lebendgebärende usw. 300 mü um kleine Cyclops von großen oder Wasserflöhen zu trennen. 500 mü für kleine Wasserflöhe, größere Cyclops und kleine Mückenlarven 750 mü für kleine Wasserflöhe, größere Cyclops und kleine Mückenlarven 1000 mü für Wasserflöhe, Mückenlarven 4000 mü Als Grobsieb für Blätter,kleine Zweige oder Libellenlarven Der Züchter sollte sich überlegen, welche Siebstärken er braucht. Wenn er bis jetzt mit frischgeschlüpften Artemien ausgekommen ist, entfallen 50 und 150 mü. Die im Zoohandel erhältlichen Artemiasiebe haben Siebstärken von ca.200 / 350 / 750 und 1000 mü. Diese Siebe sind ausreichend für die meisten Züchter.
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