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Ablaichkasten 2
Synodontis petricola und andere Freilaicher.
Nachdem ich von einem befreundeten Züchter Jungfische bekam, die ca. ein halbes
Jahr alt waren, bezogen sie ein 240 Liter Becken. Jetzt hieß es erst einmal
warten. Denn die Tiere sind erst mit ca. zwei Jahren geschlechtsreif.
Als es endlich soweit war, setzte ich ein Paar in ein vorbereitetes Zuchtbecken
von ca.70 Ltr.
In solch einem Becken sollten es die Eltern ja auch „getan” haben.
Eine halbe Kokosnuss, in der sich die Fische gern aufhielten, ein Busch feiner
Pflanzen (Javamoos) in dem sie laichen sollten, frisches Wasser, die richtige
Temperatur und los sollte es gehen. Fehlanzeige! Also Weibchen austauschen.
Nichts! Aber das erste Weibchen laichte im großen Becken mit einem anderen Bock.
Na gut! Männchen tauschen. Nichts! Aber das erste Männchen laichte im großen
Becken mit einem anderen Weibchen! Gut zu erkennen, weil das erste Pärchen das
kräftigste war. schschsch...ade
Sie wollten einfach nur in „ihrem” Becken laichen. In dem wuchsen sie mit
anderen zukünftigen Zuchttieren auf, mit einer Ancistrusart und einem
Guppystamm.
Grübel, grübel. Drei verschiedene Fischarten, drei verschiedene Arten der
Vermehrung. Freilaicher, Höhlenbrüter und Lebendgebärende. Keine Konkurrenz,
aber Kaviar mögen fast alle.
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| Seitenansicht des
Ablaichbehälters © Gerd Arndt 2004 |
Frontansicht des
Ablaichbehälters © Gerd Arndt 2004 |
Neu 22.08.05: Ablaichkasten für Lebendgebärende,
bitte hier klicken. Fotos folgen
Ha Idee! Das gute alte Laichrost musste her, nur in geänderter Form. Mit Boden.
Also erst mal das große Becken herrichten. Alle feinen Pflanzen raus und den
Cryptocorynenwald lichten, denn sie laichten bis jetzt nur im
„undurchdringlichen Urwald”. Alles andere blieb so, auch ihre Kokosnuss. Ein
Laichrost war schon vorher fertig. Ein kleines ca.5 cm hohes „Aquarium” mit
einem Laichrost als Deckel. Rein ins Becken, Javamoos darauf befestigen und los
geht’s.
Nächster Tag, gucken, aha, das Javamoos ist total zerwühlt! Eier? Fehlanzeige!
Aber unter dem Laichrost hatte sich ein leichter Schmutzbelag abgesetzt. Also
raus, säubern, zurück, warten.
Übernächster Tag, gucken, aha, das Javamoos ist wieder zerwühlt! Eier?
Fehlanzeige! Und der feine Schmutzfilm war auch wieder da. Schschsch...ade.
Und was musste ich sehen? Die Petricola laichten. Aber unter der Kokosnuss! Ohne
Laichrost!!!
Schnell ein paar Eier absaugen, natürlich mit Kies und dann musste eine andere
Idee her.
Und wenn du glaubst, jetzt geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Und dann leuchtete sie, die Glühbirne über meinem Kopf. Die Idee!!!
Ein überdachtes Laichrost mit Boden.
Also! Von vorne. Laichrost rein, Kokosnuss drauf, statt Javamoos, das immer
zerfetzt wurde kamen Laichbürsten aus der Koizucht rein. Die offene Seite des
Laichrostes war auf der Filterströmung abgekehrten Seite. Keine Pflanzenteile,
kein Schmutzfilm unterm Laichrost. Und die Eier, die mal unter der Nuss und mal
unter den Bürsten waren, brauchten nur noch abgesaugt werden. Warum einfach,
wenn’s auch kompliziert geht? Alle Beifische raus und mehr Versteckplätze rein
und es wären genügend Junge von allein hochgekommen.
Aber ich bastele doch so gern !!!
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