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Grindal

Über die Grindalzucht, denke ich, wurde nun wirklich genug geschrieben. Auch über die verschiedenen Substrate auf denen man Sie züchten kann. Aber bedeutend weniger über die Behälter.
Als ich anfing mit der Zierfischzucht lernte ich, man höre und staune, durch einen Zoohändler einen Hobbyzüchter kennen.
Hier erfuhr ich das erste Mal etwas über Grindal. Nachdem ich Ihn ein paar Mal besucht hatte bekam ich die lang ersehnte Grindalkultur. Sie bestand aus einer Kühlschrankschale von ca.10 x 20 cm mit Deckel, in dem sich einige kleine Löcher zur Belüftung befanden und zwei übereinander liegenden Schaumstoffmatten von jeweils zwei Zentimetern Höhe mit den Würmern.

 

Grindalbehälter von oben

Grindalbehälter von oben © Gerd Arndt 2004



Gefüttert wurden die Würmer mit Haferflocken von Alete. Jeweils ein Teelöffel Futter auf die linke und rechte Hälfte des Schaumstoffes. Wenn die Würmer das Futter gefressen hatten, lagen Sie als dünne Schicht auf den beiden Futterstellen und wurden mit einem Messerrücken vorsichtig vom Schaumstoff „gekratzt”. Morgens und abends wurden Würmer entnommen und neu gefüttert. Nach dem Auswaschen konnte ich sogar dreimal täglich entnehmen.
Ausgewaschen wurde die Kultur einmal pro Woche. Man konnte die Produktivität der Würmer steigern indem man die Kultur feuchter hielt. Allerdings musste sie dann auch öfter ausgewaschen werden.
Rückschläge gab es auch.

Grindal

Grindal © Gerd Arndt 2004

Als erstes stellte Alete die Produktion der Babynahrung ein bei der die Wurmkulturen am produktivsten waren. Ein Wechsel auf Milupa Haferflocken ab dem 5.Monat war die einzige Möglichkeit. Alles was sonst ausprobiert wurde hatte entweder gar keinen oder nur mäßigen Erfolg. Durch den Wechsel auf Milupa ging Die Wurmproduktion um ca.25 - 30 % zurück. Drei Wurmentnahmen täglich war Vergangenheit.
Mittlerweile war die Anzahl der Kulturen gewachsen. Ich hatte keine Schwämme mehr und
einige Kulturen brauchten neue, weil die alten an den Futterstellen bedeutend dünner geworden waren. Aber was ich auch an neuen Schwämmen ausprobierte, entweder die Grindal nahmen Sie nicht an, vegetierten so vor sich hin oder nach 4 - 6 Wochen ging die Wurmproduktion so weit zurück, dass eine Entnahme unmöglich war. Die Gindalzucht wurde erstmal eingestellt.

Ich hatte jetzt noch eine Kultur, die aber nur am Leben erhalten wurde um neue Schwämme zu testen. Die Grindalzucht lief im Moment nur noch unter „Forschung und Entwicklung”.
Es dauerte so ca.2 ½ Jahre bis der Richtige Schaumstoff gefunden war. Es gibt alle möglichen Schaumstoffe: Ölresistent, Benzinresistent, Säureresistent, Feuer hemmend und und und. Der am besten geeignete Schaumstoff für die Grindal war für Matratzen im Kinderkrankenhaus. Laut Verkäufer das teuerste überhaupt.

Jetzt fehlte nur noch der richtige Behälter für die Grindalzucht.
Denn es gab da immer noch ein Problem!

Grindalbehälterfront

Grindalbehälter von vorne © Gerd Arndt 2004

Wenn die Kultur zu feucht gehalten und nicht rechtzeitig ausgewaschen wurde, starben die Würmer, wahrscheinlich mangels Frischluft. Der Gestank war „bestialisch”.
Um eine bessere Belüftung zu gewährleisten wurde der unterste Schwamm wie ein Eierkarton geschnitten, woraufhin sich die Standzeit der Kultur erhöhte.
Wenn ich jetzt das auswaschen „vergaß”, verringerte sich erst die Produktivität der Würmer, bevor Sie starben. Ich war also vorgewarnt. Trotzdem dauerte es je nach Feuchtigkeit des Schwammes höchstens zwei Wochen, dann musste wieder ausgewaschen werden. Wenn also Lebendfutter genug zur Verfügung stand, mussten die Würmer trotzdem alle zwei Wochen ausgewaschen werden.

Es fehlten also Behälter, die eine Luftzirkulation ermöglichten. Das entsprach auch dem natürlichen Substrat der Würmer.
Ich klebte mir aus Glas einen entsprechenden Behälter. Es klappte auf Anhieb.
Allerdings war durch die Luftzirkulation die Verdunstung höher und nach jedem füttern musste die Kultur angefeuchtet werden. Das erfolgte mittels eines Zerstäubers mit dem Blumen besprüht wurden.
Dafür brauchte die Kultur jetzt nur noch alle vier Wochen ausgewaschen werden.

Mittlerweile gab es zwei verschiedene Behältertypen.
Einen flachen mit nur einem Schwamm, für die tägliche Entnahme.

 

 

 einen zweiten, höheren, für zwei übereinander liegende Schwämme.

 

Wenn wieder einmal eine neue Kultur benötigt wurde, entnahm ich einer gut laufenden Kultur
den Schwamm und legte diesen auf einen neuen.
Gefüttert wurde nicht nur der oberste Schwamm sondern auch zwischen den Schwämmen, also auf dem neuen. Es dauert nur ein paar Tage, dann sind die Grindal auch im neuen Schwamm und man hat eine neue Kultur.

 

 

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Copyright © 2006 Gerd Arndt
Stand: 26.03.06