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Für den Bau dieser zwei Aquarienanlagen
gab es klare Vorgaben des Züchters.
1. Der Boden der untersten Beckenreihe sollte 60 cm über dem Fußboden
liegen.
2. Die Beckenoberkante der oberen Beckenreihe sollte ca.1,90 mtr. hoch
sein.
3. Die Anlagen sollten pflegeleicht sein und der Wasserwechsel sollte
automatisch erfolgen.
Damit die Fische nicht zu lange zwischen gehaltert und vielleicht in
überbesetzten Becken schwimmen mussten, war es erforderlich die
vorbereitenden Arbeiten so umfangreich wie möglich zu gestalten, damit der
Aufbau der Anlage so schnell wie möglich vonstatten ging.
In dem Zuchtraum standen zwei Anlagen an
gegenüberliegenden Wänden, die mit Welsen und Regenbogenfischen besetzt
waren.
Die erste Anlage die ausgetauscht werden
sollte, weil sie zu arbeitsaufwendig war, bestand aus 9 Becken 80 x 35 x
40 cm. Gleich daneben stand ein Turm von 50 x 50 x 35 mit 4 Becken, von
denen eines auf dem Fußboden stand und nicht besetzt wurde. Alles zusammen
ca.1350 Ltr.
An diese Wand sollte jetzt eine Anlage mit
Becken von 80 x 50 Grundfläche. Zwei Reihen 30 cm hoch und eine Reihe 35
cm. Insgesamt ca.1 500 Ltr. zusätzlich mit auf dem Boden stehenden
Zentralfiltern von ca.640 Ltr.

Jetzt mussten die Becken geklebt und
angebohrt und das Aluminiumregal vorgefertigt werden, damit der Aufbau
möglichst schnell ging.
Nachdem alles vorbereitet, die Fische in
der gegenüberliegenden Anlage untergebracht und das alte Regal abgebaut
waren, wurde die neue Anlage aufgestellt.
Das Regal bestand aus
Aluminium-Vierkantrohr 30 x 30 x 2 mm ,das mit Steckverbindern zusammen
gesetzt wurde. Die Steckverbinder wurden einfach mittels eines
Gummihammers in das Vierkantrohr geschlagen. Nachdem Bodenunebenheiten mit
Bleistreifen ausgeglichen waren, wurde dann das fertige 3,40 mtr. lange
Regal an der Wand angedübelt.

Nachdem 1 cm starkes Styropor mit Silikon
auf die Auflageflächen der Aquarien geklebt war, wurden die Becken in das
Regal gestellt, die Abflüsse miteinander verbunden und in die
Grobfilterkammer des Zentralfilters geführt. Die Abflüsse hatten noch eine
Besonderheit, sie befanden sich ca.10 cm unter der Beckenoberkante und
wurden mittels zweier Winkel auf Höhe des Wasserspiegels gebracht. Diese
Winkel waren ohne Kleber ineinander gesteckt und somit beweglich. Bei
einem anstehenden Wasserwechsel wurden sie einfach in die Waagerechte
gedrückt und das Becken entleerte sich um ca. 25 - 30 %.

Unten am Zentralfilter wurde der
Wasserhahn weiter aufgedreht und Frischwasser lief in die Pumpenkammer.
Die Pumpe beförderte das frische Wasser dann in die Becken.

Da in der Anlage zwei unterschiedliche
Temperaturen erforderlich waren, in der Welsanlage ca.28° und in der
Regenbogenanlage ca.24°,musste die Anlage geteilt werden. Das hieß
eigentlich nur, dass jeder Block von 6 Becken einen eigenen Zentralfilter
brauchte, da sich in der Klarwasserkammer des Zentralfilters der 300 Watt
Regelheizer befand und über die Pumpe das erwärmte Wasser in die Becken
beförderte.
Der Zentralfilter bestand aus zwei Becken von 80 x 50 x 40 cm .Die Becken
waren angebohrt und mit einem Überlauf miteinander verbunden. Da ständig
Frischwasser zutropfte, war die Grobfilterkammer mit einem Ablauf versehen,
der in die Abflussleitung führte.
Das erste Filterbecken bestand aus drei
Kammern in denen sich Schaumstoffwürfel befanden. Würfel deshalb, weil sie
eine lange Standzeit hatten, also nicht gereinigt werden mussten.
Im zweiten Filterbecken waren ebenfalls
drei Kammern. Die ersten beiden waren mit waagerecht liegenden
Schaumstoffmatten gefüllt. Die dritte war die Pumpenkammer, in der sich
auch die Heizung befand. Anfängliche Probleme mit der Wärmeverteilung
waren schnell mittels eines Sauerstoffsteins, der unter die Heizung gelegt
wurde behoben. Durch den Sauerstoffstein verteilte sich das erwärmte
Wasser in der ganzen Pumpenkammer und stand nicht wie vorher nur an der
Oberfläche und wurde von der Pumpe nicht erfasst.
Ebenso gab es Probleme mit der
Einstellmenge des Frischwassers.
Der Zulauf erfolgte über einen Eckhahn,
wie er sich unter jedem Waschbecken befindet. Es zeigte sich, dass der
Eckhahn auf Temperaturunterschiede mit Ausdehnung oder Zusammenziehen der
Dichtung reagierte und dadurch eine langfristige Einstellung der
Wassermenge unmöglich machte. Erst als der Eckhahn gegen einen Kugelhahn
ausgetauscht wurde funktionierte auch die Wassermengeneinstellung.
Natürlich lief nicht alles so, wie wir es
uns vorstellten.
So musste ich einmal von
Schleswig-Holstein nach Hildesheim, um eine Undichtigkeit zu beseitigen,
die trotz mehrfacher Kontrollen von uns übersehen wurde. Sie befand sich
natürlich, wie soll es auch anders sein, hinter der sich schon in Betrieb
befindlichen Anlage an der Wand.
Ebenso teilte mir der Züchter mit, dass
ein Überlauf sich zusetzte und ein Becken überlief. Äußerst unangenehm,
wenn der Zuchtraum sich in der Wohnung befindet.
Dieses Problem löste der Züchter ganz
geschickt dadurch, dass er auf das Überlaufrohr einfach einen Winkel
steckte. Sollte der Überlauf noch einmal verstopfen, lief das Wasser durch
den Nach oben offenen Winkel. Dann nimmt man es eher in Kauf, dass durch
den Winkel einige Jungfische im Zentralfilter landen, als dass die Wohnung
unter Wasser steht.

Die zweite Anlage wurde nach den gleichen
Kriterien gebaut. Sie bestand aus neun Becken von 120 x 60 cm Grundfläche.
Je drei Becken von 25 cm , 35 cm und 40 cm Höhe. Der Zentralfilter bestand
aus zwei Becken von 120 x 60 x 40 cm. Es stellte sich beim Probelauf
heraus, dass das Verbindungsrohr des Zentralfilters , das einen
Durchmesser von 25 mm hatte die Wassermenge von den 18 Zuläufen der 9
Aquarien, die pro Zulauf ca.50 Ltr./Std. Wasserdurchfluss hatten ,nicht
bewältigen konnte. Das machte sich dadurch bemerkbar, dass das linke
Filterbecken, in das die Überläufe der Aquarien führten, fast überlief,
während das rechte Filterbecken ca. 4 cm weniger Wasserstand hatte.
Nachdem zwei U-förmige Rohre als zusätzliche Überläufe die Filterbecken
miteinander verbanden, war auch dieses Problem gelöst.
Da in der vorherigen Anlage in der
untersten Beckenreihe Trennscheiben eingeklebt waren, bat mich der
Züchter das in der neuen Anlage zu berücksichtigen. Diese Trennscheiben
sollten aber herausnehmbar sein.
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Anlage 2: Trennscheibe in
einem Aquarium © 2004
Gerd Arndt Anlage 2: Alle Aquarien sind
geteilt © 2004
Gerd Arndt
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Da solche Trennscheiben bei mir schon zum
Einsatz kamen, war die Bauweise klar. Die Trennwand bestand aus einem
doppeltem Rahmen aus Glasstreifen zwischen denen 1 mm Fliegengaze geklebt
wurde. Am Beckenboden wurden als Führung zwei kurze Glasstreifen geklebt,
damit die Trennwand nicht verrutschen konnte. Ebenso wurden zwei Streifen
an die Glasabdeckung geklebt. So konnte die Trennwand nicht umkippen.
Zum Herausnehmen der Trennwand brauchte
jetzt nur die Abdeckscheibe hochgenommen werden.
Vielleicht kann der Züchter später seine
Erfahrungen mit den zwei Anlagen mitteilen.
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