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Röhren für Hexenwelse

Von einem befreundeten Züchter bekam ich ein Pärchen Hexenwelse. Auf die Frage wie
man sie züchtet, bekam ich die lapidare Antwort: Bei mir laichen sie in Röhren.
Solch eine Antwort wirft natürlich ein paar Fragen auf.

Zum Beispiel: wie lang müssen solche Röhren sein, welchen Durchmesser sollten sie haben und aus welchem Material sollten sie sein?
Ich legte also verschieden große Röhren unterschiedlichen Materials ins Hexenwelsbecken.
Röhren aus Bambus, PVC-Druckrohr und Kunststoffleerrohre für die Kabelverlegung.
Es wurde jedes Material von den Hexenwelsen angenommen, sofern die Röhren festlagen, also entweder auf einem Stein festgebunden oder beschwert bzw. eingeklemmt wurden.

 

erschiedene Röhren  
verschiedene Röhren © Gerd Arndt, 2004 Kunststoffröhre © Gerd Arndt, 2004



Für kleine Arten, wie dem Rineloricaria beni eigneten sich Röhren von ca.15 mm Durchmesser und ca.8 bis 10cm Länge. Für mittelgroße Arten, wie rote Hexen waren Röhren von ca. 20 mm Durchmesser und ca.10 bis12 cm Länge geeignet. Für R. lanceolata waren eher größere Röhren von ca. 25 mm Durchmesser und einer Länge von 10 bis 15 cm nötig. Eine Ausnahme ist Rineloricaria cf. latirostris, die „Klobürste” mit ihrem beborsteten Körper. Sie bevorzugt eine Röhre von 30 bis 40 mm Durchmesser bei einer Länge von ca.15 bis 20 cm Länge.

Die Bambusröhren hatten den Nachteil, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein grauer Belag auf und in den Röhren bildete, der erst nach ca. zwei bis drei Wochen verschwand. Meist wurde die Röhre erst dann angenommen. Die Haltbarkeitsdauer kann ich mit ca. einem bis drei Jahren angeben. Dann war der Bambus so dünn geworden, dass er nicht mehr zu gebrauchen war.

Allerdings hatte er den Vorteil, dass sehr selten Gelege „herausgewedelt” wurden.
Dieses Problem hatte ich bei den Kunststoffröhren. Hier lagen öfter mal Gelege draußen.
Erst nachdem ich die Röhren von innen mittels einer Rundfeile angeraut hatte, hafteten die Eier besser am Kunststoff.
Die Röhren wurden mit Silikon auf eine Glasplatte geklebt, um sie so zu beschweren. Denn die „Hexen” laichten nicht darinnen ab, wenn sich die Röhren mit ihnen darin bewegten.

 

 
Kunststoffröhre © Gerd Arndt, 2004 Bambusröhre © Gerd Arndt, 2004



Es zeigte sich, dass sich das Silikon vom Bambus und dem PVC löste und die Röhren lose im Becken lagen. Erst als eine zusätzliche Klebenaht vorn und hinten über das Rohr gelegt wurde, war auch das beseitigt und die Laichröhren so wie ich sie haben wollte.
 

 

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Copyright © 2006 Gerd Arndt
Stand: 26.03.06