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 Gerd-Kasten
 

 

 

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Die Einhängebecken in meiner aquaristischen Praxis.
 
Wer schon bei den regelmäßigen BSSW-Treffen der Gruppe Nord in Hamburg war wird die kleinen Einhängebecken auf dem Wundertisch von Gerd Arndt schon gesehen haben. Weil der Name „Einhängebecken“ zu vernünftig und starr klingt wurden die Dinger erstmal in „Gerd-Kasten“ umgetauft.
Damit weiß jeder was gemeint ist.

Wenn man bewusst Fische züchten will kommt man an den Kästen kaum vorbei. Man kann damit die züchtbare Artenzahl in seiner Aquarienanlage erheblich vergrößern weil man eben nicht mehr mit Schüsseln rumhantieren muss oder wertvolles Beckenvolumen für im Grunde noch zu kleine oder zu wenige Fische hergeben muss.
Nach meiner Beobachtung ist es eh nicht so empfehlenswert kleine Larven frühzeitig in ein zu großes Behältnis zu geben. Zum einen werden sie darin leicht panisch und zum anderen sollte man die Minis unter visueller Kontrolle haben. Ich will sehen das alle da sind (oder ob Tote rumliegen und ich mir Sorgen zu machen habe). In richtigen  Aquarien kann ich das nur schätzen, im Gerd-Kasten genau sehen. Die Larven befinden sich schön in Augenhöhe an der Frontscheibe und man kann sie gut kontrollieren.
Die Fütterungsmenge kann gut optimiert werden weil man keine „Futterflucht“ einkalkulieren muss. Damit sinkt die Gefahr von schlechtem Wasser durch Überfütterung erheblich. Da der Kasten ja dauerhaft von Wasser aktiv durchflossen wird steigt die Sicherheit abermals. Man sollte allerdings die Durchflussrate des Lufthebers gut einstellen denn nicht alle Fischarten und Larven mögen starke Strömung. Aber dafür gibt es ja den Lufthahn an dem Kasten.
 
Auch für Zwischenlagerung von einzelnen Fischen oder wenigen kleineren Fischen sind die Kästen prima zu verwenden. Neuerdings habe ich auch maulbrütende Harnischwelse (Hemiodontichthys acipenserinus). Das Männchen trug alsbald Eier und um die zu erwartende Brut nicht im Aquarium zu riskieren habe ich ihn nach ein paar Tagen in einen Gerd-Kasten gesetzt mit ein bisschen Sand als Grund. Als die Jungen da waren kam er zurück in das Aquarium und alles war bestens. Kein Umsetzen der Jungen oder des Alttieres zwischen verschiedenen Becken, alles wunderbar.

In meiner Aquarianerzeit habe ich schon so einige Heizstäbe geschafft. Wasserstand beim Wasserwechsel zu niedrig, Stecker war noch drin und das war es dann mal wieder. Fische wird man in dem Kasten nicht trockenlegen können denn er ist so gebaut das immer ein Mindestwasserstand erhalten bleibt, selbst wenn der Wasserspiegel im Aquarium schon weit darunter ist und der Kasten in der Luft hängt. Diese Sicherung ist sehr gut.
 
Es gibt noch viele weitere Anwendungsfälle sowohl für den Gelegenheitszüchter und natürlich den intensiveren Hobbyzüchter. Ich sage mal, dass der Gerd-Kasten zur aquaristischen Grundausstattung gehören sollten.

Ach so, ja, es wurde schon vermutet das der Schwamm vor dem Luftheber als Filter für den Kasten dient. Nein, der soll lediglich Grobzeugs raushalten. Eine gezielte und wirkungsvolle biologische Wasserfilterung wird der nicht bringen. Man kann ihn also gerne ausdrücken und die Wasserlinsen entfernen.

Olaf Deters

 

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Copyright © 2006 Gerd Arndt
Stand: 26.03.06